Emissionshandel
Emissionshandel als Hauptwerkzeug des Klimaschutzes

Der Europäische Emissionshandel (EU-ETS) ist das zentrale Instrument zum Schutz unseres Klimas. Weder Baurecht noch Abfallrecht dürfen bei der Auslegung und Anwendung als Instrumente des Klimaschutzes verstanden werden, auch wenn sie sich zweifellos auf das Klima auswirken.

Belastung durch teure Zertifikate

Die „Währung“ des Emissionshandels ist die sogenannte EUA (EU-Allowance), die den Betreiber einer Anlage zur Emission jeweils einer Tonne CO2 (-äquivalent)  berechtigt. Der Preis dieser Zertifikate hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht.  Hintergrund ist die Einführung der Market Stability Reserve sowie die Entscheidung der EU, dort „eingelagerte“ Zertifikate regelmäßig dem Markt zu entziehen. Auch wird das Cap, also die Gesamtmenge jährlich ausgegebener Zertifikate, künftig um 2,2% fallen, statt wie bisher um nur 1,74%. Infolge dessen erreichten EUA im Sommer 2018 einen Preis von über 17 EUR. Dies stellt für betroffene Betriebe eine erhebliche Belastung dar.

Ausnahmen bei abwanderungsgefährdeten Industrien

Wer zu einer der von der EU als abwanderungsgefährdet eingestuften Branchen gehört, kann jedoch mit einer kostenlosen Zuteilung rechnen. Die sog. Carbon Leakage Correction soll verhindern, dass die klimaschädliche Produktionsanlagen einfach in das – völlig unregulierte – Ausland abwandern und sich somit dem Anreizsystem des EU-ETS gänzlich entziehen.

Anreize nutzen und in die Zukunft investieren

Die Anreize des ETS zur Senkung der CO2-Emissionen gehen aber über die linearen Kosten der Zertifikate hinaus. Außerhalb des Stromsektors können Betriebe, die hinsichtlich ihrer CO2-Emissionen zu den effizientesten ihrer Branche gehören, kostenlose Zertifikate einstreichen. Effizienzsteigernde Maßnahmen lohnen sich somit doppelt, da weniger Zertifikate benötigt und diese kostenfrei zugeteilt werden.

Gerne helfe ich Ihnen bei der Optimierung Ihrer Zuteilung.